Wenn die Tasche weder dem derzeitigen Trend entspricht, noch im eigentlichen Sinne klassisch genannt werden kann, dann wandert sie üblicherweise in die hintere Schrankecke. Die arme Tasche.
Wie wäre es denn stattdessen mit einem Umstyling? Wenn ihr zwar kreativ / stilsicher / modisch up to date (etc. pp.) seid, aber handwerklich genauso geschickt wie ich, dann lasst ihr das lieber machen. Und wer macht’s?
Z.B. die hier: Bm-KreativDesign
Entweder ganz nach eigenen Wünschen, oder man lässt ihnen freie Hand, einige Beispieltaschen zeigen, was man dort so drauf hat. Da wird mit Blumen, Nieten, Pailletten, Metallteilen, Ösen, Strass gearbeitet, der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Heute um 11:11 Uhr brach wieder einmal die närrische Zeit über uns herein. Nun wohne ich zwar nicht in einer Karnevalshochburg, aber nach einer närrischen Tasche wollte ich doch mal suchen.
Vieles findet man in Karnevals- oder Kostümshops, aber Narrentaschen gibt es dort nicht. Weil das nämlich ein Pilz ist, der Pflaumen- und Zwetschgenbäume befällt, scheint es aber auch an anderen Bäumen zu geben.
Und da es hohle oder faule Früchtchen nicht ins Taschenblog schaffen (hoffe ich), gibt es heute auch kein Bild von einer Narrentasche, tut mich furchtbar traurig. Aber wenigstens hat man etwas gelernt, nämlich: haltet euch von Narrentaschen fern.
Ich habe mir gerade die Missoni Fashionshow für nächstes Frühjahr angesehen. Ok, ich bin nur bis zur sechsten Minute gekommen. Die Muster sind ja ganz schön, aber diese nonnenartigen Käppis und der immer gleiche Kaftanschnitt lenken zwar die Aufmerksamkeit auf sie, machen das ganze aber trotzdem recht schnell monoton.
Und ich habe mir das Video sowieso nur wegen der Taschen angesehen, statt mit Staubbeutel werden diese nämlich im transparenten Plastiksack zur Fashionshow geschickt, und hier wurden sie nun gar nicht erst ausgepackt, sondern gleich so auf den Catwalk getragen.
Die Idee hat was für sich, eigentlich sollte frau ihre teuren Designertäschchen nicht nur daheim geschützt aufbewahren, sondern sie auch in diesem schmutzigen Draussen schützen. Mit einem durchsichtigen Plastikbeutel, der trotzdem einen Blick auf das teure Stück gewährt. Ja, das hat was.
Die Leuchtstreifen an den Schühchen finde ich übrigens noch ganz praktisch, besonders, wenn man nachts am Strand langläuft, da wird man nicht übersehen.
Apropos Schuhe, ich habe ein neues Blog in die Blogroll aufgenommen, ein Schuhblog. Ja, ich gehe fremdlink, aber Schuhe und Taschen gehören irgendwie – zusammen, also bitte nicht schlagen.
Es gibt etwas neues im Taschen-Start-Up-Universum, nachdem man Luxustaschen nun überall mieten kann, gebrauchte Luxustaschen zu Schnäppchenpreisen oder eine neue Luxustasche per Kredit kaufen kann, geht es nun darum, die erworbene Luxustasche möglichst günstig wieder loszuwerden, schliesslich ist die Mode schnellebig und neue Taschen müssen her, jede Saison andere. Gell?
Deckt Out ist angetreten, die (amerikanischen) Luxustaschenbesitzerinnen bei ihrer Umtauscherei zu unterstützen. Das funktioniert so: registrieren, zu tauschende Tasche beschreiben/anmelden, diese einschicken und von den Experten begutachten bzw. bewerten lassen. Stimmen die bei der Beschreibung der Tasche vergebenen Punkte mit der Bewertung von Deckt Out überein, können diese Punkte dafür verwendet werden, sich im Shop eine andere Luxustasche auszusuchen und diese gegen Zahlung einer Art Gebühr zu erhalten.
Ob’s funktioniert, bleibt abzuwarten, das tut es wohl nur, wenn genügend Frauen bereit sind, ihre Luxustaschen einfach so wegzugeben, damit die Auswahl im Shop nicht allzu klein ist.
Bin mal gespannt, wann die Idee zu uns rüberschwappt.
Heute habe ich mal wieder angefangen, mein Mailpostfach aufzuräumen, dabei ist mir eine interessante Mail in die Hände gefallen, die ich die ganze Zeit übersehen habe, tztztztz.
Alexandra bietet in ihrem Dawanda-Shop speziell für Spiegelreflexkameras angefertigte Kamerataschen in schrillen oder auch weniger schrillen Dessins an, aus Stoff oder Kunstleder.
Neben bereits im Shop vorhandenen Taschen können diese je nach vorhandenem Kameramodell mit oder ohne Objektiv, mit Batteriegriff oder anderem Zubehör versehen, auch individuell angepasst genäht werden. Individuelle Auswahl des Stoffes ist ebenfalls möglich.
Das ist aber noch nicht alles, Alex schreibt gerade an ihrer Diplomarbeit im Fach Computervisualistik und programmiert dafür einen Taschenkonfigurator für ihre Kamerataschen.
Nun sind Konfiguratoren zwar nicht neu, das besondere an diesem ist aber, dass er, wenn ich es richtig verstanden habe, in 3D funktionieren wird. D.h. es gibt ein 3D-Modell der Kameratasche zu sehen, auf das das gewählte Material aufgebracht werden kann, und das man drehen und wenden kann, um die Tasche so schon im virtuellen Rahmen von allen Seiten zu betrachten.
Sehr praktisch und bestimmt auch sehr verkaufsfördernd, denn solange man Stoffe auf Fotos nicht befühlen und/oder riechen kann, bleibt uns als Kunde nur der visuelle Wahrnehmungskanal, der damit ausführlich bedient wird. Es sei denn, man kann Taschen auch hören oder schmecken? *grübel* Nee, ich glaube, das bringt nix.
Infos über den Fortschritt des Konfigurators findet ihr auf Alexandras Website Chocmuf. Da 3D ein erklärtes Hobby von mir ist, werde ich das Chocmuf sofort in meinen Feedreader aufnehmen, ich bin jedenfalls schon ganz neugierig auf diese Applikation.
Ich liege in den letzten Zügen der Steuererklärung, daher gab es auch in den letzten paar Wochen nicht so viel Zeit fürs Taschenblog. Aber morgen bin ich sie los – und damit wahrscheinlich um eine saftige Nachzahlung ärmer, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Seit dem Wochenende ist eine gewisse Lena-Mania ausgebrochen, der ich mich nicht ganz verschliessen kann. Neben vielen Fanartikeln, die wucherartig aus dem Boden spriessen, gibt es aber auch “ernsthafte” Produkte, die den Namen Lena tragen.
Hier z.B. eine kleine, blumige Tasche mit dazu passender Geldbörse oder Make-Up-Tasche, passenderweise Made in Germany.
Oder die Handtaschenreihe Da Lena Handbags der serbischen Designerin Sandra Jankovic, sehr hübsche Exemplare übrigens.
Und wusstet ihr, dass auch Louis Vuitton eine Clutch nach unserer Lena benannt hat? Ok, erst war die Clutch, dann Lena, aber egal. Immerhin ist sie so schlicht schick schwarz, wie auch das Auftrittskleid der diesjährigen ESC-Gewinnerin.
Dann gibt’s auch noch ein paar (Taschen-) Designerinnen namens Lena, wie Lena Bergström, oder Lena Erziak. Lena ist heuer überall.
Die kleine Meldung zwischendurch:
Angela Mathea von Frauen lieben Taschen hat zum Girls’ Day letzte Woche ein Interview über das unerschöpfliche Thema Frauen, Taschen und Trends gegeben.
Könnt ihr nachhören bei Netradio Kulmbach
Am 27. Mai läuft der neue Sex and the City in den USA an, irgendwann danach wird er sicher auch nach Europa kommen, wo ich ihn mir ganz sicher ansehen werde.
HP als derzeitiger Partner hat schon jetzt einen kleinen Trailer zur Verfügung gestellt, den ich mir natürlich genauestens angesehen habe, um wenigstens einen kleinen Blick darauf zu erhaschen, welche Tasche(n) denn diesmal durch die Filmsets geführt werden.
Viel habe ich nicht erkennen können, das Wesen des Trailers sind leider rasante Schnitte und Szenenwechsel. Riesige und kleine, glänzende und knallfarbige Taschen habe ich ausgemacht.
Was mich zum Schluss führt: die Sex and the City Tasche wird es wohl nicht geben.
Auch gut, brauchen wir so doch keinem Trend hinterherzurennen, sondern können uns wieder den Taschen widmen, die uns wirklich gefallen.
Auf der Cebit wurden auch dieses Jahr verschiedene Preise verliehen, u.a. war erneut das in der Nähe von Hannover ansässige Unternehmen BREE dabei, ausgezeichnet wurde das Modell Ayzit 3, ein Ledershopper mit zwei verschiedenen Henkellängen, so dass der Shopper am Arm, über der Schulter oder als Rucksack getragen werden kann. Hergestellt wird er übrigens in Deutschland, worauf sich scheinbar, zumindest im hochpreisigeren Segment wieder mehr Unternehmen besinnen.
Aufgenommen habe ich jedoch nicht das diesjährig preisgekrönte Produkt, sondern die Trolleys der Serie Dallas aus leichtem und sehr strapazierfähigem Polypropylenfilz mit buntem Innenleben, die 2005 den iF Design Award bekommen haben:
Zur Einstimmung hier noch ein paar weitere Taschen, die mir am ersten Tag vor die Kamera gelaufen sind:
Und hier noch die offizielle Messengerbag der Exklusivblogger der Cebit Global Conferences 2010:
Dass Taschen Kunstobjekte sein können, ist nicht ungewöhnlich, meistens sind aber diese Taschen ungewöhnlich. So wie die von Diana Moore, die bereits 2004 in einer Ausstellung in New York zu bewundern waren.
Da gibt es eine Seedy Purse, eine Holy Purse, eine Clutch Purse und noch einige andere, allen gemeinsam ist wohl, dass sie aus schmiedeeisernem Material mehr oder weniger deutlich der weiblichen Brust nachgebildet sind.